Hauptsächlich um die tropische Herpetofauna näher kennen zu lernen und Reptilien in ihrem natürlichen Lebensraum zu finden, zu beobachten und zu studieren, aber natürlich auch um andere Wildtiere zu entdecken und andere Kulturen und Traditionen hautnah zu erleben, plante ich eine Reise durch Asien und buchte Flugtickets für ein knappes Jahr im voraus.

Wie es danach weiter gehen sollte, wusste ich noch nicht genau, hatte aber schon im Sinn, nach Australien weiterzureisen. Am Ende führte mich meine Reise nach dem „asiatischen Jahr“ für ein weiteres Jahr nach Australien und über Fidschi nach Neuseeland, wo ich ein ¾ Jahr verbrachte.

Während meiner Aufenthalte in Asien und Australien schrieb ich regelmäßig Kolumnen für die deutsche Reptilien-Fachzeitschrift „Reptilia“ und ausführliche Reiseberichte auf meinem Blog  http://antoniapachmann.wobistdujetzt.com/

Finanziert habe ich die Reise ausschließlich mit von mir erarbeiteten Geld, welches ich in den 2 Jahren vor der Abreise und in verschiedenen Jobs in Australien und Neuseeland zusammengetragen habe.

Retrospektiv kann ich sagen, dass einige Vorbereitungen zu detailliert waren, vieles lässt sich vor Ort ohne weitere Probleme organisieren. Auch an der Ausrüstung hätte ich einiges sparen können, zum Beispiel waren mir die guten Wanderschuhe nur einige Wochen von Nutzen, bis ich dazu überging, wie die Einheimischen in Flipflops oder barfuss, selbst im Regenwald zu laufen.

Auch andere Sorgen, welche bei Leuten aufkommen, denen ich vom Zweck meiner Reise erzähle, sind unberechtigt. Durch vorsichtigen, respektvollen Umgang wurde ich nie von Schlangen gebissen - abgesehen vom Beißen einer Mangroven-Nachtbaumnatter in meinen Schweißerhandschuh... Es ist natürlich von Vorteil, wenn man weiß, welche Arten einen erwarten, da man sich bei entsprechend bissigen Arten vorbereiten kann.